20.05.2021

Klimaschutz beginnt hinter der Haustür: Nachhaltigkeit durch nachrüstbare Gebäudetechnik

Bei Nachhaltigkeit nur von einem Trend zu sprechen oder das Thema gar auf einzelne Akteur:innen der Fridays for Future Bewegung zu reduzieren, wird dem Thema schon lange nicht mehr gerecht. Das Bewusstsein gegenüber Umwelt-Fragen ist fest in der Bevölkerung verankert..

Bei Nachhaltigkeit nur von einem Trend zu sprechen oder das Thema gar auf einzelne Akteur:innen der Fridays for Future Bewegung zu reduzieren, wird dem Thema schon lange nicht mehr gerecht. Das Bewusstsein gegenüber Umwelt-Fragen ist fest in der Bevölkerung verankert. Seit Jahren schon gehört ein gesteigertes Umweltbewusstsein zu den Top-5-Themen, die die Menschen in unserem Land bewegen, so eine Erhebung des Bundesumweltministeriums. Daran hat auch die Corona-Pandemie nichts geändert. 

Nachhaltigkeit im Business-Bereich: Luft nach oben

Auf Konsumentenseite ist das Thema also präsent. Aber was ist mit Industrie und Unternehmen? Nun ja, die Erwartung ist hoch. Immerhin 92 Prozent der Deutschen sagen, Unternehmen würden in Sachen Klimaschutz nicht genug tun. Und wie antworten die Firmen auf diese gesteigerte Erwartungshaltung? Leider nicht ausreichend: Erst kürzlich offenbarte eine Studie von Deloitte, dass Unternehmen ihre Anstrengungen im Klimaschutz während der Pandemie zurückgefahren haben. 

Das ist hinsichtlich der herausfordernden ökonomischen Lage zwar zunächst nachvollziehbar, langfristig werden Unternehmen sich jedoch darauf einstellen müssen – auch aufgrund politischen Drucks – das Thema weiter stringenter verfolgen zu müssen.

Schließlich koppelte die EU erst kürzlich ihre Aufbauhilfen zur Corona-Pandemie an recht strenge Klimabestimmungen: Knapp 40 Prozent der Gelder müssen für Klimathemen zweckgewidmet werden. Das ist ein starkes Signal, dass der Klimaschutz in der Wirtschaftspolitik eine gesteigerte Rolle spielen wird. 

Nachhaltigkeit und Gebäude – ohne geht’s nicht… 

Es lohnt also langfristig zu handeln. Mein Credo: Beginnen wir doch die Überlegungen zum Klimaschutz bei unseren Gebäuden. Und bei unseren Büros und Geschäftsräumen. Gebäude sind in der EU für etwa 40 Prozent des Energiebedarfs verantwortlich und ein Drittel aller CO2-Emissionen weltweit stammen von ihnen. Wer nachhaltig seinen ökologischen Fußabdruck reduzieren möchte, muss auch hier ansetzen. Die aktuelle Herausforderung für viele: Ökologisches Bauen ist in der Anschaffung immer noch kostenintensiver, als bei konventionellen Gebäuden. Mehranschaffungen lohnen sich meist nur langfristig. 

Die Bundesregierung hat hier auch Handlungsbedarf erkannt und mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) neue Anreize geschaffen, die private, geschäftliche und öffentliche Bauträger motivieren sollen in nachhaltiges Bauen zu investieren. Die Förderung gilt explizit auch für die Sanierung von Gebäuden. Allerdings deckt sie gerade bei gewerblichen Anlagen nicht das volle Spektrum der Optimierung ab und ist – wie für eine Förderung wenig überraschend – auch an bestimmte Vorgaben gebunden. 

Nachhaltige Nachrüstung kann so einfach sein

Ich will ehrlich mit Ihnen sein: Als mein Team und ich vor einigen Jahren unsere Überlegungen zu einer einfach nachrüstbaren Lösung für Aufzüge begannen, hatten wir nicht primär Nachhaltigkeit im Kopf. Wir wollten mit unserer Aufzughelden-Box den Beginn des digitalen Gebäude-Zeitalters einläuten. Welche zahlreichen anderen Vorteile das digitale Management von Aufzügen mit sich bringt, können Sie in meinen bisherigen Beiträgen hier gerne noch einmal nachlesen. 

Doch uns wurde relativ schnell klar, dass die Digitalisierung von Aufzügen nicht nur einen immensen Kosten- und Aufwandsvorteil bringt, sondern auch einen echten nachhaltigen Vorteil schafft. Und das auch bei älteren Aufzügen, die durch unsere Aufzughelden-Box einfach nachgerüstet werden. 

Durch unser Dashboard behält man den Überblick, man kann genau auswerten, wie die Auslastung der einzelnen Aufzüge ist. Man erkennt Stoßzeiten und Unterauslastung. Dies macht die Planung von Aufzügen effizienter. Der größte und nachhaltigste Vorteil ist jedoch bei der Reduzierung der Störungen: Je weniger ein Aufzug defekt ist, desto weniger sind aufwendige Anfahrten von Reparaturdiensten notwendig. Desto weniger Ressourcen müssen eingesetzt werden, um den Aufzug instand zu halten. Dies steigert die Mobilitäts- und Ressourcenbilanz unserer Gebäude. 

Gerade bei hoch-frequentierten Anlagen schont dies nicht nur langfristig die finanziellen Ressourcen der Betreiber:innen, sondern entlastet auch Personal und auch die Umwelt. Und das Beste: diese Nachrüstung ist eigentlich für jeden zugänglich. Eine Vielzahl bestehender Modelle lassen sich mit unserer Aufzughelden-Box nachrüsten und so nicht nur ins digitale, sondern auch langfristig nachhaltige Zeitalter überführen. 

Die nachhaltige Zeitenwende – wir gehen mit

Die Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Je stärker die eigene Motivation und die Anfeuerungs-Rufe von außen sind, desto schneller ist das Tempo. Und manchmal sind es die kleinen Schritte, die die entscheidenden Meter bringen. 

Ich beobachte in meinen Gesprächen zum Glück, dass das Thema Nachhaltigkeit in vielen Firmen und Gebäudeverwaltungen in der oberen Chefetage und damit auch in der strategischen Ausrichtung der Unternehmen anzukommen scheint. Nachhaltigkeit ist keine Aufgabe der Kommunikationsabteilung mehr. Es genügt nicht das Firmenlogo grün einzufärben. Langfristige nachhaltige Planung umfasst alle wesentlichen Bereiche des Handelns. Dazu zählt vor allem auch, das Nachhaltigkeitspotenzial von Gebäuden zu heben. 

Jeder der mich kennt weiß: ich bin stolz auf unser Produkt. Und der Nachhaltigkeitsgedanke ist ein wesentlicher Teil davon. Wir schaffen es nicht nur, einen Beitrag zu einer Reduktion von Ressourcen beizutragen, sondern können hier Betreibern und Betreuern der Anlagen einen langfristigen Vorteil schaffen. 

Und wieder gilt: Dies ist erst der erste kleine Schritt. Das digitale Rückgrat unserer Gebäude wird kommen. Und mit dieser Vernetzung und Digitalisierung werden wir langfristig einen noch größeren Impact erleben. Schon heute gelten Smarte Cities als einer der Pfeiler langfristiger Nachhaltigkeitsanstrengungen. Ich kann ihnen versprechen, wir sind mit dabei. Sie auch?